Timo Hildebrand glaubt an Hoffenheim
Timo Hildebrand kann endlich wieder lächeln. Bald werden wir den Ex-Nationaltorhüter wieder in der Bundesliga bewundern können, und zwar im Hoffenheim Trikot. Wie haben wir diesen Hildebrand in der Bundesliga vermisst. Er gesteht sich nun selbst ein, dass es vielleicht ein Fehler war, nach Valencia zu gehen. Neben seinem guten Ruf verlor er alle Chancen auf die Thronfolge im Tor der deutschen Nationalmannschaft. Die Nationalmannschaft ist für ihn persönlich erst einmal kein Thema mehr. Hildebrand will sich voll auf seine Aufgabe beim TSG 1899 Hoffenheim konzentrieren. Die Bundesliga zahlte seit dem 1. Januar rund 12 Millionen Euro für 16 neue Spieler. Spektakulärster Transfer ist dabei bisher Hoffenheims Hildebrand. Das Ende der Fahnenstange scheint aber noch nicht erreicht. Viele Vereine sehen sich nach neuen Spielern um, da bei 130 Spielern die Verträge im Sommer auslaufen. Gespannt sein darf man auf den Poker zwischen den Bayern und Stuttgart um Stürmerstar Mario Gomez. Auch was mit Marco Pantelic passiert steht noch in den Sternen. Hamburgs neuer Superstar Trochowski will plötzlich auf die Insel. Zündstoff für hitzige Transferdiskussionen ist auf jeden Fall gegeben. Timo Hildebrand hingegen ist bescheiden geworden. Er will nicht den Star raushängen lassen bei Hoffenheim. Er will den anderen Spielern vermitteln, ich bin einer von euch. Ablösefrei kehrt Timo Hildebrand nach Deutschland in die Bundesliga zurück. Hildebrand gilt damit als die spektakulärste Neuverpflichtung des Winters. Aber auch die anderen 17 Bundesligavereine haben sich nicht versteckt. Und bis zum 31. Januar geht die Schlacht um die besten Spielertransfers weiter. Das sorgt natürlich für Unruhe bei den Vereinen und deren Verantwortlichen. Jeder normale Arbeiternehmer schüttelt bei diesen Transfersummen in Zeiten der Finanzkrise nur mit dem Kopf. Während Millionen von Menschen um ihre Arbeitsplätze kämpfen gönnen sich die Spitzenvereine teure Stars mit ihren Millionengehältern. Aber nun kommen wir zurück zu Timo Hildebrand und seinem beschaulichen 3000 Einwohner Dorf. Hildebrand beklagt in Valencia vor allem die vielen Negativschlagzeilen die über ihn von der Presse verbreitet wurden. Das erste Jahr war für Hildebrand laut eigenen Aussagen ein wahrer Alptraum. Valencia verbrauchte in dieser Zeit vier Trainer, drei Präsidenten, drei suspendierte Spieler und der Kapitän verklagte den Verein. “Mit so einem Chaos kann man keine Leistung bringen, so Hildebrand”. Da kommt ihm das Dörfchen Hoffenheim sehr gelegen. Hier hat man mehr Ruhe, kann sich mehr zurück ziehen und auf sich selbst konzentrieren. Bei Valencia stehst du immer im Licht der Öffentlichkeit und wirst bei jedem kleinen Fehler ausgeschlachtet. Als fertiger Star will Hildebrand nun seine Hoffenheimer weiter Richtung Meisterschaft oder internationales Geschäft treiben. Diese Junge Mannschaft braucht einen Hildebrand, einen Mann der Ruhe in das Spiel bringen kann und auf den man sich verlassen kann. Hildebrand findet das Konzept von TSG 1899 Hoffenheim echt super. Es ist eine funktionierende, schlagkräftige Mannschaft, welche bisher immer punktuell von SAP Chef Dietmar Hopp verstärkt wurde. Hildebrand ist davon überzeugt, dass Hoffenheim auf Dauer oben mitspielen wird. Für diese Saison ist er allerdings noch etwas zurückhaltender. Die Mannschaft ist noch jung und es kann jederzeit der Einbruch kommen, was natürlich niemand hofft. Auf rund eine Million Gehalt musste Hildebrand beim Wechsel von Valencia nach Hoffenheim verzichten. Des Geldes wegen sei dieser allerdings nie nach Valencia gewechselt. Hildebrand möchte spielen, möglichst bald und möglichst erfolgreich. Die Voraussetzungen dafür sind geschaffen, jetzt muss er die Chance nur mehr ergreifen.